Schulanfang

Übergang in die Schule

Übergang Kindertagesstätte (KiTa) / Schule
Zu einem ersten Infoabend im Februar lädt der Träger die Eltern der 4jährigen Kinder der Gemeinde ein. An diesem Abend stellen die Schulleitungen der örtlichen Grundschulen die organisatorisch-rechtlichen Grundlagen der Einschulung und das Schulfähigkeitsprofil zusammen mit Erzieher/innen der KiTas vor. Die Erzieher/innen nennen dazu Beispiele der möglichen Förderung in ihren jeweiligen Einrichtungen. Das Verfahren der seit 2007 durchzuführenden Sprachstandsfeststellungen „DELFIN"  wird erläutert und Fördermaßnahmen im Vorschulbereich werden vorgestellt. Die Anmeldungen der Schulanfänger erfolgt bis zum 15. November des Vorjahres.

  • Alle Eltern der schulpflichtig werdenden Kinder werden vom Schulträger angeschrieben und aufgefordert ihr Kind an einer Grundschule anzumelden.
  • Ein zweiter Infoabend wird vor den Herbstferien durchgeführt, an dem die Schule sich mit ihrem speziellen Profil vorstellt. s. Anlage 8.4
  • Seit 2005/2006 werden alle schulpflichtigen Kinder in einem Einschulungsspiel (nach dem Kieler Einschulungsverfahren) getestet. Auf dessen Grundlage findet dann das
  • Einschulungsgespräch mit den Eltern statt um eventuelle Fördermaßnahmen im vorschulischen Bereich zu empfehlen. Hierbei wird um Einsichtnahme der Bildungsdokumentation des Kindergartens gebeten.
  • Es wird auch überprüft, ob das Kind über altersgemäße sprachliche Fähigkeiten verfügt.
  • Bei zweisprachigen Kindern wird zusätzlich ein Sprachstandstest durchgeführt und bei Bedarf ein Sprachkurs „Deutsch" angeordnet.
  • Die amtsärztlichen Untersuchungen finden parallel durch die Schulärztin statt.
  • Zu jedem Kind wird ein Förderplan erstellt und bei Einwilligung durch die Eltern diesbezüglich ein Gespräch mit der jeweiligen KiTa geführt. Kontaktaufnahme mit den Kindergärten im Januar/Februar durch die Schulleitung und anschließender Besuch der Kindergärten.
  • Bei Auffälligkeiten oder Abweichungen zu den im Einschulungsspiel gemachten Beobachtungen erfolgt ein nochmaliges Gespräch mit den Erziehungsberechtigten. Besuch der Kindergartenkinder in der Grundschule 1–2 Monate vor Beginn der Sommerferien

Allgemeiner Eltern–Infoabend zur pädagogischen Arbeit der Schule und Bekanntgabe der Klasseneinteilungen im Juni. Wenn die personelle Situation der Schule es zulässt:

  • Kennenlernabend der Klassenlehrer/innen oder
  • schriftliche Mitteilung über Organisation, Materiallisten, Busfahrzeiten, Klassenräume, Einschulungsfeier usw. durch die Schulleitung
  • erster Schulbrief an die kommenden Erstklässler über die Klassenlehrer/innen

Erster Schultag

Für die Erstklässler beginnt der neue Lebensabschnitt „Schule“ am zweiten Tag nach den Sommerferien mit einer kleinen Feier in der Neffeltalhalle. Zu Beginn steht eine kurze Einsegnungsfeier durch Vertreter/innen beider Kirchen, gefolgt von Schülerbeiträgen z.B. Lieder, Tänze, kleine Vorträge, etc. Am Ende der Feier werden die Klassenlehrer/innen vorgestellt. Die Erstklässler gehen mit den Klassenlehrern / Klassenlehrerinnen zu ihrem Klassenraum. Dort haben die Kinder zum ersten Mal „Unterricht“ mit ihren Klassenlehrern/innen, die sie in der Regel 4 Jahre begleiten. Um ca. 10.30 Uhr schließt dann der erste Schultag.

 

Pädagogische Grundgedanken

Gleichwertig zu den Fächern „Lesen, Schreiben, Rechnen" wird Wert auf erziehenden Unterricht gelegt, der das eigenverantwortliche Handeln und soziale Fähigkeiten fördert, die als Basis zur Erlangung der Kulturfähigkeiten gelten.

 

Wichtig und in der Vergangenheit in ihrer Bedeutung für den Grundschüler oft übersehen sind die tägliche Bewegungszeit und die Förderung des musisch-kreativen Bereichs. Es gibt kein Stundenraster mehr bis auf Fächer, die einen Raumorganisationsplan erfordern – wie Sport oder Musik – oder Fächer, die von Fachlehrern unterrichtet werden. So hat die Lehrerin/der Lehrer die Möglichkeit fächerübergreifend zu arbeiten und die Kinder in einem thematischen Zusammenhang zu unterrichten. Das heißt, dass nicht mehr Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Musik oder Kunst losgelöst unterrichtet werden sollen, sondern z.B. unter dem Thema „Bauernhof" die verschiedenen Bereiche dieser Einzelfächer aufgegriffen werden. Hier kann die Lehrperson Prioritäten setzen – je nach Lernausgangslage und individuellen Bedürfnissen der Klasse.



Personelle Besetzung

In der Schuleingangsphase unserer Schule unterrichten zurzeit:

  • Grundschullehrerinnen (in Klassenlehrer – und/oder Fachlehrerfunktion)
  • Eine Sozialpädagogin (frühere Schulkindergartenleiterin)
  • Eine Sonderpädagogin im „Gemeinsamen Unterricht"

Zusätzlich unterstützt die o.g. Sonderpädagogin die Klassenlehrer/innen in den Bereichen: Beobachtung Früherkennung Diagnose Förderplanung

Auch Teamteaching im ersten Schuljahr kann je nach Stundenkapazität durchgeführt werden, so dass besonders die Erstklässler intensiv betreut werden können.

Zum Einsatz der Sozialpädagogin haben wir ein Konzept erstellt, das auf dem Grundgedanken der neuen „Schuleingangsphase" basiert.



Förderschwerpunkte

Unter der Überschrift „Vermeidung und Vorbeugung von LRS" hat die GGS im Schuljahr 2001/2002 ein pädagogisches Konzept für den Anfangsunterricht erstellt, zu dessen Umsetzung sich alle an der Schule tätigen Lehrpersonen verpflichtet haben. Dazu gibt es zu den einzelnen Förderbereichen (Motorik, Linkshändigkeit, Hyperaktivität, auditive/visuelle Wahrnehmung, Konzentration und Sprache) eine von der Lehrerkonferenz entwickelte Handreichung, in der die jeweiligen Erkennungsmerkmale, dazu passende Förderschwerpunkte und die darauf abgestimmten Fördermaßnahmen beschrieben sind. Die dort beschriebenen Fördermaßnahmen beziehen sich nicht explizit nur auf den Anfangsunterricht, sondern sind auch in den folgenden Klassen einsetzbar.

 

Im Rahmen unserer Lehrerkonferenzen und –fortbildungen auf der Grundlage des im Schulprogramms festgeschriebenen pädagogischen Schwerpunktes zum Thema „Erkennen von Lernschwierigkeiten, deren Ursachen, um gezielte Fördermaßnahmen anzubieten...." haben wir im Kollegium ein Rahmenkonzept für den Unterricht im 1. Schuljahr entwickelt, durch dessen Umsetzung wir Lese-Rechtschreibschwierigkeiten vorbeugen wollen.

 

Hierzu werden zu Beginn und Ende des Schuljahres Überprüfungen in Form von Beobachtungsbögen in allen ersten Schuljahren als Evaluationsinstrumente eingesetzt.